Vorgeschichte

Die Entstehungsgeschichte der Tschernobyl-Triker und ihre vorhergehende Organisation.

1992 war das Gründungsjahr der Gruppe, die sich den Namen „Erholung für Tschernobyl-Kinder in Mendig“ gab. Diese Gruppe wurde von Inge Zissner und Christa Weiler gegründet. Ziel war es, Kinder aus der Region Tschernobyl, die an den Folgen der Reaktorkatatrophe von 1986 litten, zur Erholung nach Deutschland zu holen.

Schon bald fanden sich immer mehr Paten, die sich der Kinder für die Zeit, die sie in Deutschland waren, annahmen. Daneben konnten aber auch viele Sponsoren und Helfer gewonnen werden, so dass die Aktion zu einem großen Erfolg wurde.

Der weißrussische Partner war und ist noch heute der Elternverein „Pol der Hoffnung“.

Zeitungsartikel

Artikel aus einer Mendiger Zeitung


Die Gruppe der Kinder aus der „Erholung für Tschernobyl-Kinder in Mendig“:

Gruppe 1996

Die Tschernobyl-Kinder aus dem Jahr 1996

Abschied der Kinder und eine Spende von 10.000,- DM!

Ein Zeitungsbericht vom 17.07.2000.

Zeitung 17.07.2000

Ein Zeitungsartikel aus Mendig vom 09.07.2000

Zeitung 09.07.2000

Zeitung 09.07.2000

Es war mal wieder soweit: die Kinder aus „Tschernobyl“ (und Umgebung) waren wieder bei uns.

Das Zelt- und Trikewochenende mit den Kindern fand wieder in Thür statt – allerdings auf einem anderen Platz wie im Vorjahr.
Dort war es nicht ganz so komfortabel und vor allem bei Wind etwas arg staubig, aber auch hier konnten wir uns gut mit den Bedingungen arangieren.

Die Kinder waren ja schon eine Weile in Deutschland und verbachten die Zeit vor diesem Wochenende in einer Jugendherberge.
Die Wiedersehensfreude war wieder sehr groß und so manch einer musste schwer mit den Freudentränen kämpfen, als man sich nach so langer Zeit endlich wieder in die Arme nehmen konnte.
Nach der emotionalen Begrüßung und der gegenseitigen Überreichung von Geschenken ging es über zum „Routineprogramm“.

Die mitgebrachten Schlafsäcke und Zelte wurden an die Kinder verteilt und dann wurden gemeinsam die Zelte aufgebaut. Anschließend gingen wir dann die Zelte der Kids ab, um mal einen Check zu machen. Wie das bei Kindern oft so ist, achten die nicht so sehr auf die Details, wenn es ums Zelten geht – aber dazu waren wir ja auch da.
Nachdem die festgestellten Mängel abgestellt, Zeltheringe verankert und Schnüre gespannt waren, begann das Vergnügungsprogramm.

Als erstes fuhren ein paar Triker mit ihren Kids ins nahe gelegene Mendig und gingen shoppen. Die meisten Kinder waren dabei so bescheiden, dass es einem fast das Herz zerriss. Es ist immer wieder erstaunlich, wie zurückhaltend, bescheiden und genügsam Kinder sein können, die im normalen Leben so viel weniger haben. Wir schafften es dennoch unser Kinder mit einigen neuen Kleidungsstücken und Schuhen auszustatten, aber es kostete viel Überredungskunst.

Dann wurde sich dem Spiel und dem Basteln gewidmet. Später wurde bei Elfmeterschießen noch jede Menge Spielzeug verteilt, welches ein Trikerpärchen (Nobby und Beate) mitgebracht hatten. Jeder Torschuss wurde zu einem Preis und die Triker im Tor waren in ihren Lederklamotten zum Glück auch keine guten Torhüter.
So nach und nach gingen die Kinder dann in die Kojen, während die Erwachsenen zum gemütlichen Teil übergingen.

Am nächsten Tag fand dann wieder die große Ausfahrt mit den Kindern statt.

Kurz bevor es losging kam Harald Schmitz (Geschäftsführer von rewaco-Trikes) mit einem Scheck in Höhe von 2142 Euro, die er für die Kinder gesammelt hatte. Was für eine tolle Sache und vielen vielen Dank dafür an Harald und die fleißigen Helfer.
Zusammen mit dem Geld das Nobby und Beate gesammelt hatten, den 500 Euro, die im September bei der großen Trikerhochzeit von Liane und Andreas zusammenkamen und den vielen anderen Spenden, wurde wieder eine stattliche Summe zusammengebracht, die für das Treffen im nächsten Jahr eingesetzt werden konnten. Danke an alle Spender!

Die Tour war die Gleiche wie im Vorjahr und auch die beiden Zwischenziele „Pizzeria“ und „Eisdiele“. In beiden bekamen die Kinder alles umsonst und die Spender wurden dafür als Dank von den Kindern mit einem russischen Lied bedacht. Die Tour dauerte mit Fährenübersetzung dann auch bis in den Nachmittag hinein und nach Rückkehr zum Platz wurde wieder zum gemütlichen Teil übergegangen. Nun war Klönen und Chillen angesagt. Die über das Jahr gesammelten Kleiderspenden wurden nun an die Kinder ausgegeben und es gab in einigen Vorzelten richtige kleine Modeshows. Die Kinder (und die Paten) hatten viel Spaß dabei.

Am Abend war dann wieder Party und Tanzen angesagt und wir ließen das leider viel zu kurze Wochenende harmonisch ausklingen. Auch viele Gasteltern kamen zu der Party hinzu und feierten mit uns das gelungene Event.

Der Abschied am frühen Morgen war leider viel zu früh und erneut kämpften viele von uns mit den Tränen und wollten die Kinder am Liebsten nicht mehr loslassen.
Alle Beteiligten freuen sich nun auf das kommende Jahr.

Auch im Jahr 2010 gab es wieder ein Triker-Wochenende mit den Kindern.

Nach zwei Jahren Erfahrung mit diesen Treffen lief auch in diesem Jahr alles wie am Schnürchen.

Diese Wochenenden dienen hauptsächlich dazu, mit den Kindern Spaß zu haben und sie sowohl gesundheitlich als auch psychisch „aufzupeppeln“. Natürlich bekommen sie von ihren Patentrikern auch einiges an kleinen Geschenken und Aufmerksamkeiten.
Wie auch in den Jahren zuvor zelteten die Triker zusammen mit den Kindern – antürlich in getrennten Zelten! Auch dieses Jahr wieder in Thür bei der Mehrzweckhalle. Dies bot allerlei Vorzüge, denn wir konnten die dort vorhandenen ortsfesten Anlagen (WC, Küche, Aufenthaltsraum) nutzen. Vielen Dank von hier aus an die Gemeinde Thür!

Dieses Wochenende läuft immer so ab, dass jeder dort anpackt, wo Arbeit anliegt. Es gibt keine großen Pläne, wer was macht, sondern jeder greift zu, wo es notwendig ist. Man sollte es kaum glauben – aber das funktioniert richtig gut. Es treffen dort auch Trikefreunde zusammen, die sich schon seit vielen Jahren kennen und ich zählte mindestens sieben verschiedene Triker-Colours und dazu jede Menge Free-Triker.

Der Freitag wurde dem Auffrischen der Beziehungen gewidmet. Die Kinder kommen in der Regel jedes Jahr wieder und bekommen die gleichen Gasteltern und Patentriker, so dass sich auch eine wundervolle Beziehung aufbauen lässt. Zusammen mit den Betreuern der Kinder und einigen Trikern wurden die Zelte der Kinder aufgeschlagen und eingerichtet. Im Laufe des Tages trudelten dann auch die restlichen Triker ein, die arbeiten mussten oder längere Anfahrtswege hatten. Natürlich kam später auch das Feiern nicht zu kurz.

Die Kinder spielten, bastelten oder vergnügten sich an diversen Wasserspielen, die bei der großen Hitze (35 Grad) sehr beliebt waren.

Am Samstag kam dann die große Ausfahrt mit den Kindern. Wie schon in den Jahren zuvor gab es hier drei Stationen. Als erstes fuhren wir zu einer Pizzeria, die sich bereit erklärt hat das Projekt zu unterstützen und für alle Kinder Gratispizza zur Verfügung zu stellen. Nach dieser Stärkung ging es weiter zu einer Rheinüberquerung per Fähre und anschließend zu einer Eisdiele, die ebenfalls schon seit einigen Jahren kostenlos Eis für die Kinder ausgibt. Vielen Dank auch von hier für dieses Engagement.
Insgesamt führte und die Ausfahrt über wundervolle Straßen und Wege und zu ca. 150 Kilometern Länge! Das war bei dieser Hitze nicht nur ein großes Vergnügen, sondern vor allem auch richtig Stress!

Zurück auf dem Platz gab es erst Mal eine mächtige Wasserschlacht zwischen Trikern und Kindern. Mit viel Hinterlist und Teamgeist gewannen die Kinder diese Schlacht knapp und wir Triker gaben uns geschlagen.
Am Abend kamen dann noch einige der Gasteltern und es wurde dann urgemütlich.

Essen und Getränke gab es zum Selbstkostenpreis und zubereitet wurde alles von den freiwillig helfenden Trikern – ebenso wie alle anderen Arbeiten von jedem Anwesenden erledigt wurden.

Am Sonntag wurde dann erst Mal ausgeschlafen und gegen Mittag das Zeltlager abgebaut. Nach dem Essen kam, was kommen musste: die Verabschiedung!
Diese fiel allen sichtlich schwer. Da flossen fielen Abschiedstränen und es wurde geknuddelt und gedrückt soweit das Auge reichte. Zuerst musste sich immer ein Trikepartner der Patentriekr verabschieden, denn der zweite fuhr sein Kind noch zur Jugendherberge, wo der Erholungsurlaub für die Kinder weiterging.

Danke an die Gastfamilien, die Triker, die Sponsoren und vor allem ab die Betreuer Natascha, Andre und den „Doc“ für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Kinder!!
Danke auch an Nobby und seine Leute für die großzügige Spende von 2000,- € – dem Erlös seines Triketreffens, den er zum wiederholten Male für die Tschernobyl-Kinder spendet.

Danke auch an alle beteiligten Helfer, die sich traditionell und zeremoniell per gemeinsamen Handschlag wieder dazu verpflichtet haben auch im nächsten Jahr dabei zu sein!

Nachdem das Triker-Wochenende im letzten Jahr bei allen Beteiligten so gut angekommen war, wurde es in diesem Jahr wiederholt.

Erneut holten die Triker „ihre“ Kinder an der Mendiger Jugendherberge ab und fuhren mit ihnen zum Zelten.
Dieses Mal fand das Zelten in Thür an der Mehrzweckhalle statt. Das Wetter spielte sehr gut mit, so dass man viel mit den Kindern im Freien unternehmen konnte.

Hightlight war natürlich wieder die große Ausfahrt. Durch Sponsoren konnte die gesamte Truppe unterwegs mit Pizza und Eis versorgt werden. Vielen Dank von hier noch einmal an die Pizzaria und die Eisdiele, die den Kindern ihre Köstlichkeiten spendiereten. Auch eine Fährfahrt über den Rhein war mit dabei und die Kinder lernten so etwas mehr von der Landschaft rundherum kennen.

Ein weiteres Highlight war dann die Verlobungsfeier zweier Triker (Hasi und Trike-Mike), die ganz bewusst hier im Kreise ihrer Trikefreunde und bei ihren Kindern dieses Fest feierten.

 

 

Mendiger Zeitung

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Besuch von Dennis und Andrew in der Grundschul-Klasse 2a am 10.07.1996:

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